metaphorik.de 06/2004

Metonymie - Metonymy

                    

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Metonymischer Bedeutungswandel und pragmatische Strategien: Zur Geschichte von frz. quand même*

Richard Waltereit, Tübingen (richard.waltereit@uni-tuebingen.de)

Abstract

In der Forschung zum semantischen Wandel werden Inhaltswörter und Funktionswörter meist völlig getrennt behandelt. Bei Inhaltswörtern stehen semantische Typen des Wandels (Metapher, Metonymie, taxonomischer Wandel) im Vordergrund, bei Funktionswörtern und Diskursmarkern dominieren Begriffe wie Subjektivierung und Intersubjektivierung (Traugott / Dasher 2002). Am Beispiel der französischen Diskurspartikel quand même möchte ich zeigen, dass hier die gleichen Kategorien wie beim semantischen Wandel von Inhaltswörtern angewendet werden können. Die Partikelbedeutung von quand même ‚immerhin‘, ‚doch‘ ist aus der Adverbbedeutung ‚trotzdem‘ hervorgegangen. Der Unterschied zwischen semantischem Wandel bei Diskurspartikeln und Funktionswörtern einerseits und bei Inhaltswörtern andererseits liegt nicht im Typ der semantischen Beziehung zwischen Ausgangs- und Zielbedeutung, sondern in der pragmatischen Strategie, die Sprecher dazu bringt, einen Ausdruck mit einer anderen Funktion als bisher zu verwenden.

Research on semantic change typically separates content words and function words. With content words, it is the semantic type of change (metaphor, metonymy etc.) that tends to be focused. With function words and discourse particles, however, concepts like subjectification and intersubjectification (Traugott / Dasher 2002) are privileged. In my article I propose a study of the French discourse particles quand même, which evolved metonymically from an adverb to a particle. As this study will show, the difference between semantic change of content words and semantic change of function words is not in the type of relation between source concept and target concept. Rather it lies in the type of pragmatic strategy that conducts speakers to use a form with a novel function in discourse.

1. Strategisch motivierter lexikalischer Bedeutungswandel

Neuere Arbeiten zum lexikalischen Wandel legen nahe, zwei Perspektiven auf den Bedeutungswandel zu unterscheiden (Detges 2001, Koch 2001, Traugott/Dasher 2002): die Perspektive des semantischen Mechanismus und die Perspektive der pragmatischen Strategie. Die Perspektive des semantischen Mechanismus beschreibt die semantische Relation zwischen alter und neuer Bedeutung. In dieser Perspektive kann von „Typen des Bedeutungswandels“ wie Metapher, Metonymie, Bedeutungserweiterung und –verengung gesprochen werden. In der Perspektive der pragmatischen Strategie geht es um etwas anderes: die Rekonstruktion eines pragmatischen Kontextes, der Sprecher dazu bringen konnte, einen Ausdruck erstmalig in einer Weise verwendet zu haben, die von seiner konventionellen Bedeutung abwich und so die sprachliche Innovation zu leisten, die den Bedeutungswandel auslöste.

Am einfachsten lässt sich der Unterschied zwischen den beiden Perspektiven wohl an lexikalischen Euphemismen zeigen. Nehmen wir das italienische Substantiv bustarella:

(1)       it. bustarella ‚kleiner Umschlag’ > ‚Bestechungsgeld’(Blank 1997)

In der Perspektive des semantischen Mechanismus handelt es sich hier um eine Metonymie, denn das Bestechungsgeld befindet sich in dem Umschlag. So wird ein sachlicher Zusammenhang (räumliche Kontiguität, Behälter-Inhalt-Beziehung) zwischen den beiden Bedeutungen erkennbar. In der Perspektive der pragmatischen Strategie hingegen ist leicht nachzuvollziehen, dass der Sprecher, der erstmals bustarella verwendete, um auf ‚Bestechungsgeld’ zu referieren, dies tat, um die direkte Verbalisierung des Tabukonzeptes ‚Bestechungsgeld’ zu vermeiden. Um trotzdem die gewünschte Referenz herzustellen, musste er auf ein mit diesem Konzept in Verbindung stehendes Konzept ausweichen. Hier bot sich der das ‚Bestechungsgeld’ enthaltende Behälter an, also der Umschlag. Allgemeiner gesprochen: Mit der Bedeutung ‚Umschlag’ war in dem Zusammenhang die Implikatur ‚Bestechungsgeld’ verbunden. Der Sprecher hat nun den Ausdruck bustarella nicht wegen seiner Bedeutung gebraucht, sondern wegen der hier mit diesem Ausdruck verbundenen Implikatur. Gesagt wurde ‚Umschlag’, gemeint aber ‚Bestechungsgeld’. Die Indirektheit ist auch insofern gewahrt, als der Ausdruck bustarella, auch wenn ‚Bestechungsgeld’ gemeint ist, immer noch auf das vordergründig Gesagte (den ‚Umschlag’) referiert.

 

Tabelle 1: Sprecherstrategie bei bustarella

Semantische Beziehungen können so im Dienst pragmatischer Strategien stehen. Auf diese Weise kann sich Bedeutung ändern. Im Fall des lexikalischen Euphemismus ist dies leicht zu sehen. Ich möchte in diesem Artikel plausibel machen, dass das gleiche Prinzip mutatis mutandis auch für Bedeutungswandel bei Partikeln gilt. Dies möchte ich am Beispiel des französischen Ausdrucks quand même zeigen. Quand même hat im heutigen Französisch hauptsächlich zwei Funktionen. Es ist einerseits ein konzessives Adverb und andererseits eine Partikel, die in mancher Hinsicht den deutschen Modalpartikeln sehr ähnlich ist. Der lexikalische Euphemismus ist gewissermaßen ein einfacher Fall, zu dem nun die Entwicklung von quand même vom konzessiven Adverb zur Partikel als komplexerer Fall in Beziehung gesetzt werden soll. Die historischen Daten kommen, wenn nicht anders angegeben, aus dem diachronen französischen Corpus FRANTEXT. Die Übersetzungen ins Deutsche sind von mir.

2. Quand même im heutigen Französisch: Konzessives Adverb und Partikel

Zum einen wird quand même als konzessives Adverb mit der Bedeutung ‚trotzdem‘ verwendet:

(2)       Il était malade, mais il est venu quand même.

            Er war krank, aber er kam trotzdem.

Zur Konzessivität gehört, dass zwei Sachverhalte p und q gleichzeitig auftreten, obwohl der eine (p) den anderen (q) normalerweise ausschließen würde. Dies ist die so genannte „Normalitätstheorie“ der Konzessivität (König 1988).

(2‘)      Er war krank                           er kam trotzdem

                        p                                              q

            p ^ q ; normalerweise jedoch  p ‑> ¬q

So ist es auch im Beispiel (2): wenn man krank ist, dann kommt man normalerweise nicht. Das Adverb quand même drückt aus, dass die jeweiligen beiden Sachverhalte zusammen auftreten, obwohl der eine normalerweise den anderen ausschließen würde. Dufter (2003) reinterpretiert die Normalitätstheorie als „markierte Kookkurrenz“.

Ganz anders ist die Funktion von quand même im folgenden Beispiel:

(3)       R750/ BLIER Bertrand/Les Valseuses/1972

            Trois minutes, il m’a fallu, pas une de plus. Il était salement

                Drei Minuten brauchte ich, nicht länger. Pierrot war gewaltig

            impressionné, Pierrot, devant le voyant rouge du contact allumé. Y a pas

             beeindruckt, als die rote Zündkontrolle leuchtete. Da kann man nichts sagen, es

            à dire, ça sert quand même d’avoir bossé dans un garage, ne serait-ce

                hat schon sein Gutes, in einer Werkstatt gearbeitet zu haben,

            que quinze jours.

                und wenn es nur 2 Wochen sind!

Vergleicht man die beiden nacheinander berichteten Sachverhalte, so sieht man, dass sie sich keineswegs normalerweise ausschließen:

(3’)      Da kann man nichts sagen […]. Es hat SCHON sein Gutes, […]

                        p                                                          q

p und q schließen sich hier nicht aus. Im Gegenteil, p scheint q zu bestärken. Quand même hat in diesem Beispiel also nicht die Bedeutung eines konzessiven Adverbs. Ich möchte diese Verwendung von quand même zunächst als „Partikel“ bezeichnen und werde im nächsten Abschnitt Genaueres zu ihrer Bedeutung sagen. Die beiden Verwendungen stehen, wie ich unten in Abschnitt 4.2. begründen möchte, in metonymischem Verhältnis zueinander.

Die beiden Varianten von quand même unterscheiden sich nicht nur in der Bedeutung, sondern auch in ihrer syntaktischen Position. Das Adverb steht immer am Ende eines Satzes, wie man in (2) sehen kann. Die Partikel hingegen steht nicht am Satzende, sondern unmittelbar nach dem finiten Verb: ça sert quand même d’avoir bossé in (3). Quand même ist damit im Sinne von Lichtenberk 1991 heterosem. Damit ist gemeint, dass morphosyntaktisch und semantisch unterscheidbare Ausdrücke (hier das Adverb und die Partikel) historisch auf die gleiche Form zurückgehen (cf. Lichtenberk 1991: 476). Die Beispiele (4) und (5) zeigen noch einmal, wie die unterschiedliche syntaktische Position von Adverb und Partikel mit dem Bedeutungsunterschied korreliert.

(4)       Corpus ELICOP

            tu [[peux aller monter] quand même]

                du kannst trotzdem hochgehen

(5)       Corpus ELICOP

            tu [peux quand même aller monter]

                du kannst doch hochgehen

Im Hinblick auf die Syntax ähnelt die Partikelvariante sehr den deutschen Modalpartikeln, die auch im Mittelfeld nach dem finiten Verbteil stehen:

(6a)      Das ist ja schön.

(6b)     Du kannst doch nicht nein sagen.

Meine Fragestellung ist also: Wie ist die Partikel aus dem Adverb entstanden? Ich werde dabei die Annahme plausibilisieren, dass dies mit Diskursstrategien der Sprecher zu tun hat. Diese Diskursstrategien können zu Sprachwandel führen. Die heutige Partikelbedeutung ist das diachrone Nebenprodukt von rhetorisch-strategischem Gebrauch des Adverbs.

3. Zur Bedeutung der Partikel quand même

Versuchen wir aber zunächst, die Bedeutung der Partikelvariante etwas genauer zu bestimmen. Der Trésor de la Langue Française (TLF) sagt zur Bedeutung der Partikel quand même: „souligne l’expression d’un sentiment admiratif ou étonné“ (‚unterstreicht den Ausdruck eines bewundernden oder erstaunten Gefühls’). Man kann hier sicherlich zu einer genaueren Einschätzung kommen. Ich möchte folgende Charakterisierung der Partikelvariante geben:

(7)       Die Partikel quand même hebt eine Äußerung hervor, indem sie sie gegen ihr mögliches Gegenteil absetzt.

Das kann man an den besprochenen Beispielen erläutern: In (3) suggeriert quand même, dass das Gegenteil der Äußerung ça sert quand même d’avoir bossé dans un garage im Raum steht oder vom Hörer für wahrscheinlich gehalten werden könnte, dass es also z.B. vertane Zeit sei, in einer Werkstatt zu arbeiten. Genauso evoziert quand même in (5), dass der Adressat entgegen der Aufforderung nicht hochgehen wollte.

Eine Affirmation mit quand même verhält sich damit in gewisser Weise spiegelbildlich zur einfachen Satznegation. Schon Givón (1979) beobachtete, dass ein verneinter Satz pragmatisch präsupponiert, dass die entsprechende positive, also affirmative Variante vorerwähnt wurde oder vom Adressaten für wahrscheinlich gehalten wird:

(8)            Negative assertions are used in language in contexts where the corresponding affirmative has been mentioned, deemed likely, or where the speaker assumes that the hearer – erroneously – holds to a belief in the truth of that affirmative. (Givón 1979: 107)

Wenn ich sage

(9a)      Ich habe nicht geschlafen.

dann setzt dieser Satz also pragmatisch voraus, dass ich glaube, dass mein Hörer glaubt, dass ich geschlafen habe. Die entsprechende Voraussetzung gilt für die positive Variante nicht. Wenn ich nämlich sage

(9b)     Ich habe geschlafen.

dann setzt dieser Satz nicht pragmatisch voraus, dass die Annahme im Raum steht, dass ich nicht geschlafen hätte. Eine solche Voraussetzung wird aber im Französischen mit der Partikel quand même geschaffen. So kann man den Satz

(10)     J’ai quand même dormi ‚ich habe doch/immerhin geschlafen‘

nur so verstehen, dass die Annahme im Raum steht, dass ich nicht geschlafen hätte. In diesem Sinne schafft die Partikel quand même also für die Affirmation die genau spiegelbildliche pragmatische Voraussetzung, die die Negation sowieso hat und die die einfache Affirmation gerade nicht hat.

 

Tabelle 2: Affirmation mit quand même

Zu dem semantischen Unterschied zwischen Partikel und Adverb passt auch der syntaktische Unterschied. Die Satzendposition des Adverbs verleiht diesem eine Fokusposition:

(11)            K485/HUYSMANS.J-K/EN ROUTE/1895

            Je ne voulais pas l‘écouter et je l‘entendais quand même

                Ich wollte ihm nicht zuhören und ich hörte ihn trotzdem.

Indem das Adverb im Fokus des Satzes steht, wird der Inhalt des Satzes gegen einen anderen Inhalt profiliert (hier der Kontrast zwischen nicht-hören-wollen und doch Hören).

Die verbnahe Position der Partikel hingegen rückt das verbale Prädikat selbst in den Fokus:

(12)            K658/RENARD.J/JOURNAL (1887-1910)/1910

            l‘art dramatique, quelques-uns oublient trop que c‘est quand même un

                Manche vergessen zu sehr, dass die Bühnenkunst immerhin ein

            métier d‘homme de lettres.

                Beruf für Literaten ist.

Dies ‚passt’ zur Bedeutung der Partikel quand même, weil das Prädikat ja der Träger der illokutiven Kraft der Affirmation ist und es eben die Bedeutung der Partikel ist, eine Gegenerwartung zu dieser Affirmation zu evozieren.

4. Die geschichtliche Entwicklung von quand même

Die Partikelbedeutung ist historisch später als die Adverbverwendung aufgetreten. Ich möchte nun die geschichtliche Entwicklung von quand même nachzeichnen, bevor ich mich der Frage nach dem spezifischen Verhältnis von Semantik und Pragmatik bei der Entstehung der Partikelvariante zuwende.

4.1. Konzessive Konditionalkonjunktion ‚selbst wenn’

Die Sequenz quand même tritt im hier zugrunde gelegten Corpus FRANTEXT erstmals zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit der Bedeutung ‚selbst wenn‘ (wie heute même si) auf, also als konzessive Konditionalkonjunktion. Sie fordert zunächst noch den Conditionnel:

(13)    Corneille, La comédie des Tuileries (1638)

            Quand même je pourrois disposer de mon âme,

                Selbst wenn ich über meine Seele verfügen könnte,

            pourriez-vous accepter une si prompte flamme ?

                könnten Sie eine so schnelle Flamme annehmen?

4.2. Elliptischer Gebrauch des Ausrufs „Quand même!“

Als konzessive Konditionalkonjunktion steht quand même selbstverständlich am Anfang eines Satzes. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist nun, dass ab etwa Ende des 18. Jh. quand même quasi elliptisch als Ausruf verwendet und als solcher zitiert wird:[1]

(14)     G. Sand, Correspondance, 1832

            Elle parle souvent de lui et de toi, de Titine et de Boucoiran. Mais elle ne

                Sie spricht oft von ihm und von dir, von Titine und von Boucoiran. Aber sie erinnert

            se rappelle déjà plus de sa bonne, quand je lui en parle elle dit quand

                sich schon nicht mehr an das Kindermädchen, wenn ich ihr von ihr erzähle, sagt sie

            même! Le jardin des plantes et les petits chevaux du Tibet font son

                trotz alledem! Der Jardin des Plantes und die kleinen tibetischen Pferde machen

            bonheur.

                sie glücklich.

Der Ausruf besteht gewissermaßen aus einem mit quand même begonnenen Satz, der aber nicht weitergeführt wird. Dieser elliptische Gebrauch wird dann als Phrase fixiert. Im Beispiel (14) wird der Ausruf quand même in direkter Rede zitiert.

In einem weiteren Schritt wird dann dieses Zitat delokutiv verwendet. Es verweist dann nicht mehr unmittelbar auf die Bedeutung eines Wortlauts, sondern auf die Sprechereinstellung, die die Äußerung dieses Wortlauts typischerweise begleitet. Im Deutschen kann man solche „autonymischen“ Verwendungsweisen in Äußerungen wie

(15)     das ist na klar richtig

(16)     ich nehme das mal for the sake of the argument an

beobachten. Die Beispiele (17) und (18) zeigen diesen Verwendungstyp. Quand même ist hier so in den Satz eingebaut, dass es kein wirklicher Ausruf mehr sein kann. Trotzdem scheint noch ein Bewusstsein für das Zitat vorhanden zu sein, denn der Ausdruck quand même steht im Originaltext kursiv:

(17)     Balzac, Illusions perdues, 1843 (Corpus Gallica)

            David était profondément honoré, tandis que Lucien était aimé quand

                David war sehr geehrt, während Lucien trotz alledem geliebt war, und wie man eine

            même, et comme on aime une maîtresse malgré les désastres qu’elle

                Mätresse liebt, trotz der Unglücke, die sie verursacht.

            cause.

 (18)    Balzac, La fille aux yeux d’or, 1834 (Corpus Gallica)

            D’abord, la guerre déclarée entre la France et l’Angleterre avait séparé

                Zunächst hatte der zwischen Frankreich und England erklärte Krieg die beiden

            les deux amants, et la fidelité quand même n’était pas et ne sera guère de

                Liebenden getrennt, und Treue trotz alledem war nicht und wird kaum jemals in

            mode à Paris.

                Paris in Mode sein.

4.3. Adverb

Der Zitatcharakter des Ausrufs quand même muss ab ca. 1830 verloren gegangen sein; entsprechend ist quand même dann ein normales Adverb geworden, so wie ich es in Kapitel 2 vorgestellt habe. Über den Umweg des Zitats ist die einst satzinitiale Konjunktion quand même also am Satzende als Adverb angekommen. Das Adverb wird dann auch nicht mehr kursiv geschrieben:

(19)     G. Sand, Correspondance 1839

            Quant aux farces, nous sommes un peu vieux, mais nous en ferons

                Was die Scherze betrifft, so sind wir ein bisschen alt, aber wir machen sie

            quand même.

            trotzdem.

(20)            L292/RAMUZ.C-F/AIME PACHE - PEINTRE VAUDOIS/1911

            et je me dis que je suis égoïste, puisque je pense moins à votre bonheur

                und ich sage mir, dass ich egoistisch bin, denn ich denke weniger an euer Glück als an

            qu’ au mien, mais je suis sûre que tu me comprends quand même et

                meins, aber ich bin sicher, dass du mich trotzdem verstehst und dass du verstehst,

            quel vide il y a tout à coup dans ma vie.

                welche Leere es plötzlich in meinem Leben gibt.

Und nun kommen wir zum entscheidenden Punkt, an dem nämlich das Adverb zur Partikel geworden ist. Das geschieht ab Ende des 19. Jahrhunderts.

4.4. Partikel

In den folgenden Beispielen sieht man quand même mit einer anderen Syntax: Es steht nicht mehr am Satzende, sondern unmittelbar nach dem finiten Verb. Dies ist die Partikelverwendung, wie man sie auch im heutigen Sprachgebrauch antrifft.

(21)            K484/HUYSMANS.J-K/EN ROUTE/1895

            Et le soir, en se déshabillant, il soupira : demain, je coucherai dans une

                Und am Abend, als er sich auszog, seufzte er: morgen werde ich in einer Zelle

            cellule ; c’est quand même étonnant, lorsqu’ on y songe ! Ce que

                schlafen; das ist schon erstaunlich, wenn man daran denkt! Ich hätte jeden für

             j’aurais traité de fou celui qui m’aurait prédit, il y a quelques années,

                verrückt gehalten, der mir vor ein paar Jahren gesagt hätte, dass ich in einem

            que je me réfugierais dans une Trappe !

                Trappistenkloster Zuflucht suchen würde!

 (22)            K768/ALAIN-FOURNIER.H/CORRESPONDANCE AVEC J.RIVIERE/1914

            Voilà ma seule supériorité. Je la réduis en pensant : le cynisme, une belle

                Das ist meine einzige Überlegenheit. Ich reduziere sie, indem ich mir sage: Zynismus

            naïveté. Je ne fais que la réduire, parce que je suis quand même un peu

                ist eine schöne Naivität. Ich reduziere sie lediglich, denn ich bin doch etwas mehr als

            plus que cynique.

                zynisch.

Ich habe eingangs erwähnt, dass Adverb und Partikel sich auch syntaktisch unterscheiden, insofern nämlich als das Adverb am Satzende steht und die Partikel direkt nach dem finiten Verb. Nun gibt es syntaktische Konfigurationen, in denen diese beiden Bedingungen (am Satzende und nach dem finiten Verb) zusammenfallen. Das sind intransitive Verben und transitive Verben mit ausschließlich klitischen Objekten. In solchen Konfigurationen muss das Adverb als Partikel reanalysiert worden sein:

(23)     Je viens quand même.

                Ich komme doch/dóch.

(24)     Je le dis quand même.

                Ich sage es doch/dóch.

Das Deutsche hat rein positionell, wie die Übersetzungen zeigen, die gleiche Ambiguität. Jedoch unterscheiden sich im Deutschen die beiden Varianten auch in Bezug auf den Satzakzent. Damit will ich nicht sagen, dass Kontexte wie in (23) und (24) etwa von vornherein mehrdeutig gewesen seien und dass die Partikel gewissermaßen in einer Art von Verwechslung entstanden sei. Vielmehr wurden Kontexte wie (23) und (24) erst mehrdeutig, nachdem die semantische Reanalyse als Partikel bereits zustande gekommen war. Solche Kontexte boten dann die Möglichkeiten, die syntaktischen Eigenschaften der neuen Form unauffällig ihren semantischen Eigenschaften anzupassen. Das eigentliche Problem ist, zu erklären, wie der semantische Funktionswandel zustande kam. Und damit kommen wir zum Kern des Problems.

5. Vom Adverb zur Partikel: Diskursstrategien und Reanalyse

5.1. Illegitimer Gebrauch

Wir erinnern uns: Das Adverb quand même hat die Funktion anzuzeigen, dass ein Sachverhalt stattfindet, obwohl ein anderer Sachverhalt dies normalerweise verhindern würde. Hier gibt es nun einen Nebeneffekt und gleichzeitig eine Implikatur: Wenn ein Ereignis stattfindet, obwohl ein anderes Ereignis dies normalerweise verhindern würde, dann ist das interessant. Ein Ereignis, das trotz eines Hindernisses stattfindet, ist interessanter als ein anderes Ereignis. Markierte Kookkurrenz ist interessanter als einfache Okkurrenz. Es ist daher auch interessanter von einem solchen Ereignis zu erzählen.

(25)     Il était malade, mais il est venu quand même.

                Er war krank, aber er kam trotzdem.

Es ist interessanter, wenn ich sage „er ist gekommen, obwohl er krank war“ als wenn ich sage „er ist gekommen“. Das wäre kaum der Rede wert. Das Adverb quand même hat also einen bestimmten Reiz, denn es ermöglicht den Sprechern, den konversationellen Druck zu bedienen, etwas Interessantes zu erzählen. Sprecher können nun diesen Reiz entdecken und irgendwann anfangen, Äußerungen mit quand même zu versehen, die gar nicht einem anderen Ereignis widersprechen. In dem Fall wird das Adverb dann gewissermaßen illegitim verwendet. Die Sprecher tun dann nur noch so, als ob der dargestellte Sachverhalt einem anderen widerspräche. Was sie eigentlich wollen, ist ihre eigene Rede interessanter zu gestalten. Das ist eine Strategie der Sprecher in Bezug auf den Diskurs. Ich habe zwar nicht den Beleg dafür, wann das das erste Mal passiert ist. Am folgenden Beleg kann man jedoch nachvollziehen, wie man sich einen solchen Kontext vorstellen muss. Es geht hier um eine junge Frau, die sich malen lassen will und sich zu dem Termin mit dem Maler verspätet:

(26)            L292/RAMUZ.C-F/AIME PACHE - PEINTRE VAUDOIS/1911

            page 201/

            Elle aussi était pâle, elle aussi défaillante, avec des yeux rougis; elle lui

                Auch sie war blass, auch sie war entkräftet und hatte gerötete Augen; sie sagte ihm:

            dit: « je vous demande pardon, je suis bien en retard, mais j'ai voulu

                 „ich bitte Sie um Entschuldigung, ich bin reichlich verspätet, aber ich wollte

            venir quand même », puis tout de suite s’échappant, elle passa derrière

                trotzdem kommen“, darauf verschwand sie sofort hinter

            le paravent.

                der Stellwand.

Wenn man sich die Stelle genau anschaut, merkt man, dass hier quand même nicht ganz entsprechend der Semantik des konzessiven Adverbs verwendet wird. Die Sprecherin sagt: „ich bin reichlich verspätet, aber ich wollte trotzdem kommen.“ Wenn man verspätet ist, ist das aber kein Hindernis dafür, dass man kommen will. Im Gegenteil: Sich zu verspäten setzt voraus, dass man den Termin zumindest einhalten wollte.[2] Die Sprecherin stellt aber die Verspätung als einen Gegengrund zu ihrem Kommen-Wollen hin und kann damit die Verspätung wirkungsvoller entschuldigen. Für eine Verspätung ist es nur eine schwache Entschuldigung, zu sagen, dass man ja kommen wollte. Viel wirkungsvoller ist es, darauf hinzuweisen, dass man ja kommen wollte, obwohl dem sogar Hindernisse entgegenstanden (auch wenn in Wirklichkeit bloß die eigene Verspätung dieses Hindernis ausmacht). Mit der Entschuldigung geht auch eine Hervorhebung des eigenen Redebeitrags hervor. Die Sprecherin spricht also von einer markierten Kookkurrenz zweier Sachverhalte (nämlich der Verspätung und dem Kommen-Wollen), sie meint aber die diskursive Hervorhebung der eigenen Rede. Die Sprecherin sagt etwas anderes als sie meint. Ulrich Detges (2001) hat gezeigt, wie solche Sprecherstrategien zu Grammatikalisierung führen. Das Beispiel quand même zeigt, dass diese Sprecherstrategien auch für diskursbezogene Wörter relevant sind. Analog zum lexikalischen Euphemismus können wir diese strategische Verwendung wie in (29) darstellen.

Tabelle 3: Strategie des Sprechers

 

Bei der normkonformen Verwendung des Adverbs ist die Hervorhebung des Sprechaktes nur ein Nebeneffekt und damit im Hintergrund. Der Trick besteht nun darin, in einem Figur-Grund-Kippeffekt diesen Nebeneffekt, die diskursive Hervorhebung als das eigentlich Gemeinte, in den Vordergrund zu holen. Die Umkehrung der Figur-Grund-Relation ist eine Form der Metonymie.

Eine Diskursstrategie, wie in Tabelle 3 dargestellt, ist als solche noch kein Sprachwandel; im Gegenteil, die Strategie geht nur auf, wenn der Hörer quand même so versteht, wie es in der Sprache konventionell festgelegt ist. Ein Sprachwandel tritt erst dann ein, wenn der Hörer die Diskursstrategie des Sprechers durchschaut und sie reziprok dekodiert.

 

Tabelle 4: Reziproke Strategie des Hörers

 

Der Hörer hört nun die Adverbbedeutung der markierten Kookkurrenz, versteht aber das, was eigentlich gemeint ist, nämlich die diskursive Hervorhebung der eigenen Rede. Wenn der Hörer nun in seiner eigenen Rede quand même nicht nur als Adverb, sondern auch in der Partikelbedeutung verwendet, dann ist der Sprachwandel vollzogen (cf. Coseriu 1958).

Auf der Ebene des semantischen Mechanismus handelt es sich auch hier um metonymischen Bedeutungswandel. Die Kontiguität besteht in der Rede, zwischen dem Sprechen über ein Ereignis, das trotz eines Hindernisses eintritt, und dem Interesse, das ein Redebeitrag bei Zuhörern erweckt.

Auch Traugott und Dasher (2002) suchen den Grund für Bedeutungswandel in der Sprechtätigkeit. Für sie ist innovativer Sprachgebrauch individueller Sprecher der Anfang des Bedeutungswandels (2002: 34). Dies ist der Grund dafür, dass, laut den Autoren, Bedeutungen sich tendenziell in Richtung auf höhere Subjektivität entwickeln, d.h. „[m]eanings tend to become increasingly based in the speaker’s subjective belief state/attitude towards the proposition“ (2002: 95). Die in diesem Aufsatz besprochenen Fälle bestätigen die Tendenz der „Subjektivierung“. ‚Bestechungsgeld’ ist in höherem Maße als ‚Umschlag’ ein Konzept, dessen Anwendbarkeit vom individuell variablen Urteil der Sprecher abhängt. Ebenso ist die Partikelbedeutung von quand même, nicht jedoch die Adverbbedeutung, nur in Bezug auf individuelle Einstellungen des Sprechers beschreibbar. Der Begriff Subjektivierung und der Ansatz von Traugott / Dasher bietet jedoch noch keine Erklärung dafür, warum Sprecher eine Form mit einer neuen Funktion im Diskurs verwenden.

5.2. Frequenzsteigerung und Wirkungsverlust

Der Bedeutungswandel hat nun auch quantitative Folgen. Die Diskursstrategie, die ich beschrieben habe, besteht darin, eine Äußerung als Widerspruch zu einem anderen Sachverhalt auszugeben und damit ihre eigene diskursive Relevanz zu steigern. Der Erfolg dieser Strategie beruht auch auf ihrer relativen Seltenheit. Je häufiger man die diskursive Relevanz einer Äußerung zu steigern versucht, indem man sie als Widerspruch zu einer anderen Äußerung ausgibt, desto mehr nutzt sich der Effekt der Strategie ab. Damit ist man in einem Paradox: Einerseits ist die Relevanzsteigerung mittels quand même ein willkommener Effekt und zieht daher Nachahmung an; andererseits verliert sie durch die Nachahmung auch an Wirkung, so dass der Effekt schließlich immer schwächer wird. Das kann man auch an der Frequenz dieser Form in der französischen Sprachgeschichte nachvollziehen:


Tabelle 5: Frequenz von quand même im 19. und 20. Jahrhundert[3]

 

Diese Statistik geht zurück auf die Möglichkeiten, die von der Datenbank FRANTEXT bereitgestellt werden. Es ist recht deutlich zu sehen, dass die Frequenz von quand même insgesamt beständig und um eine ganze Größenordnung zunimmt. Im Zeitraum 1880-1899 ist gegenüber dem vorhergehenden 20-Jahres-Zeitraum eine Verdoppelung der Gebrauchshäufigkeit festzustellen – gerade die Zeit, in die vermutlich auch die Entstehung der Partikelvariante fällt. Beachtenswert ist auch, dass in den letzten 20 Jahren (1980-2000) die Frequenz sich noch einmal fast verdoppelt hat.

6. Fazit: Metonymie und pragmatische Mechanismen

Das Beispiel quand même zeigt, dass ähnliche pragmatische Strategien, wie sie bei lexikalischen Euphemismen wirksam werden, auch für augenscheinlich völlig andere Formen des Bedeutungswandels relevant sind.

Die Bedeutung des Adverbs lädt dazu ein, es strategisch zu verwenden, das heißt: es nicht wegen seiner Bedeutung, sondern wegen des mit dieser Bedeutung verbundenen hervorhebenden Nebeneffekts zu gebrauchen. Reanalyse und Ausbreitung dieser Diskursstrategie führt dazu, dass der Nebeneffekt des Adverbs quand même zu einer weiteren (heterosemen) Funktion konventionalisiert wird. Das ist metonymischer Bedeutungswandel. Die neue Funktion nimmt via Reanalyse die syntaktische Form einer Partikel an.

Explanatorischer Vorteil dieses Modells ist, dass es semantischen Wandel auf einfache Weise mit der Sprechtätigkeit in Verbindung setzt, anstatt lediglich Beziehungen zwischen den jeweiligen Bedeutungen zu beschreiben. In der folgenden Tabelle werden abschließend lexikalischer Euphemismus und Partikel tabellarisch gegenübergestellt:

 

Tabelle 6: Bedeutungswandel bei Inhaltswort und bei Diskurspartikel

 

7. Literatur

7.1. Text- und Materialquellen

Balzac, Honoré de : Illusions perdues. Edition Furne, Paris 1842-1848. [http://gallica.bnf.fr/classique/Acamedia_balzac.htm] (letzter Zugriff 27.5.2004)

Balzac, Honoré de: La fille aux yeux d’or. Edition Furne, Paris 1842-1848. [http://visualiseur.bnf.fr/Visualiseur?Destination=Gallica&O=NUMM-101294] (letzter Zugriff: 27.5.2004)

ELICOP = Brosens, Veerle et al. : Étude linguistique de la communication parlée, Louvain : Université Catholique de Louvain 1997-2000. [bach.arts.kuleuven.ac.be/lancom] (letzter Zugriff 22.2.2004)

FRANTEXT =  Centre National de la Recherche Scientifique : Base textuelle FRANTEXT. [frantext.inalf.fr/frantext.htm] (letzter Zugriff 24.2.2004)

Gallica = Gallica. La bibliothèque numérique. [http://gallica.bnf.fr/classique/Acamedia_ balzac.htm] (letzter Zugriff 27.5.2004)

TLF = Imbs, Paul et al. (1974-94): Trésor de la langue française. Dictionnaire de la langue du XIXe et XXe siècle (1789-1960), Paris.

7.2. Wissenschaftliche Literatur

Brunot, Ferdinand (1922): La pensée et la langue. Méthode, principes et plan d’une nouvelle théorie du langage appliquée au français, Paris.

Coseriu, Eugenio (1958): Sincronía, diacronía e história. El problema del cambio linguístico, Montevideo.

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* Frühere Versionen dieses Aufsatzes wurden bei Vorträgen an der Université Marc Bloch/Straßburg (April 2002), der Universität Bielefeld (Februar 2003), der Universität Hannover (Juni 2003) und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (November 2003) vorgestellt. Ich danke den Zuhörern für ihre Rückmeldungen und Kommentare.

[1] Welche Rolle dieser Ausruf geschichtlich genau gespielt hat, ist heute nicht mehr ganz einfach zu rekonstruieren. In den Registern von Ferdinands Brunots Histoire de la langue française kommt er nicht vor. Er wird allerdings erwähnt in Brunots La pensée et la langue: „L’expression quand même a fini par se construire à elle seule, sans verbe : bien qu’il restât au fond le jouisseur sceptique, l’adorateur du succès quand même (Zola, Œuv., 230). C’est le mot de l’opposition irréductible. Il a maintes fois servi de mot d’ordre. Le sculpteur Mercier l’a symbolisé“ (Brunot 1922: 863, Hervorhebungen im Original, RW). (‚Der Ausdruck quand même wurde schließlich allein konstruiert, ohne Verb […]. Es ist das Wort der unbeugsamen Opposition. Es hat oft als Parole gedient.’) Brunots Ausführungen (opposition irréductible, maintes fois servi de mot d’ordre) scheinen auf einen für den Leser der 1920er Jahre noch präsenten Erfahrungshorizont anzuspielen, der aber merkwürdigerweise nicht genauer ausgeführt wird. Der Hinweis auf die Skulptur von Mercier hilft da vielleicht ein wenig weiter. Im Larousse du XXe siècle (Paris 1932, s.v. „quand même“) heißt es : „groupe de Mercié [sic] (1882), élevé à Belfort, en souvenir de la défense de cette ville en 1870-71. Un mobile blessé chancelle et est soutenu par une Alsacienne dont l’attitude est superbe“ (‘Skulptur von Mercié (1882), errichtet in Belfort, in Erinnerung an die Verteidigung dieser Stadt im Krieg 1870/71. Ein Soldat der „Garde Mobile“ strauchelt und wird gestützt von einer Elsässerin mit großartigem Ausdruck’). Dem Lexikoneintrag ist auch eine Abbildung der Skulptur beigegeben. Der Bezug zu dem Wort quand même wird aber auch hier nicht erklärt, man sieht jetzt aber deutlich, dass es im Deutsch-Französischen Krieg eine Rolle spielte. Darauf spielt wohl auch Brunot an. (Diese Hinweise verdanke ich Klaus Böckle.) Wie die Zitate von Balzac und George Sand suggerieren, hatte der Ausruf aber auch schon in der Nachfolge der Revolutionszeit, genauer in Bezug auf den royalistischen Aufstand in der Vendée, anscheinend eine Symbolfunktion. In der recht ausführlichen und auch viele Originalzitate enthaltenden Geschichte dieses Aufstandes von Montagnon (1974) wird er jedoch leider nicht erwähnt. So bleibt der genaue historische Kontext dieses Ausrufes noch im Dunkeln.

[2] Etwas anderes wäre es, wenn sie gesagt hätte: ‚es war spät’. Dann hätte sie mit dem Satz mit quand même die Inferenz tilgen können, dass sie wegen der späten Zeit es schon aufgegeben hätte zu kommen.

[3] Zwecks besserer Lesbarkeit (weniger Nullen) wurde die relative Häufigkeit mit 10000 multipliziert.

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ISSN 1618-2006