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[PDF] Vorwort
Mit dieser siebten Nummer feiert metaphorik.de
seinen 3. Geburtstag. Sieben Hefte in drei Jahren, davon zwei Themenhefte, ist
eine Bilanz, die sich durchaus sehen lassen kann. Besonders freut uns aber –
zumal angesichts der allenthalben spürbaren Schnelllebigkeit des WWW –, dass metaphorik.de
sich mit der Zeit einen festen LeserInnenstamm erarbeitet hat, wie aus der
konstant wachsenden Zahl von Seitenbesuchern hervorgeht. Für dieses stetige
Interesse und die uns auf diese Weise entgegengebrachte Anerkennung unserer
Arbeit möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken. Wir hoffen, auch mit diesem Heft die Erwartungen zu erfüllen. Entsprechend unserem thematischen Profil enthält auch metaphorik.de Nr. 7 sowohl theorie- als auch empiriezentrierte Beiträge. Andreas Musolff untersucht das Konzept der „Evolution“ in der historischen Entwicklung von Metaphern. Anhand der Herz-Metaphorik in der öffentlichen Diskussion über die EU in Großbritannien und Deutschland erörtert er, inwieweit konzeptuelle Variation als ein Indiz für das Konzept der ‚evolutionären’ Entwicklung gewertet werden kann. Torben Schmidt analysiert den Gebrauch von Metaphern in der Sportsprache, speziell in der offiziellen Wimbledon-Berichterstattung. Jörg Zinken stellt den vor allem im englischsprachigen kognitiv-linguistischen Diskurs wenig bekannten Ansatz der Lubliner Ethnolinguistischen Schule vor, der anthropologische und kognitive Perspektiven auf Sprache verbindet. Anhand einer Korpusanalyse zum Verständnis der Systemtransformation in Deutschland werden Grundzüge dieses Ansatzes illustriert und der Theorie der konzeptuellen Metapher gegenüber gestellt. Peter Koch geht in seinem pragmatische und diachrone Fragestellungen verschränkenden Beitrag der Frage nach, wie Metonymien entstehen; dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Sprecher in der Regel nur möglichst effizient kommunizieren wollen, nicht aber bewusst Sprachwandel intendieren. Beatrice Warren weist in ihrer Studie zu referenziellen Metonymien nach, dass metonymische und metaphorische Prozesse grundlegend verschieden sind, wobei die Autorin zeigt, dass das, was als Gesprächsgegenstand wahrgenommen wird, den Gebrauch anaphorischer Pronomina entscheidend bestimmt. Die lebendige Auseinandersetzung mit metaphern- und
metonymierelevanten Fragen dokumentieren sieben Rezensionen, die uns u.a. aus
den USA, Frankreich und China erreichten – ein deutliches Zeichen, dass der
Dialog zwischen Redaktion und Fachwelt funktioniert. Die Besprechungen von
Hildegard Clarenz-Löhnert, Tony Jappy, Brendon Larson, Ralph Müller, Ulrike
Mühlschlegel und Chaoqun Xie umfassen ein breites Themenspektrum. Neben der
antiken Tradition stehen tages- und gesellschaftspolitische Themen wie Balkan
as metaphor, der AIDS-Diskurs und Metaphern in der Sicherheitspolitik im
Fokus; neben Bänden von Zoltán Kövecses und René Dirven werden weitere Autoren besprochen. Wie immer kann jeder Beitrag sowohl in einer html- als auch in einer pdf-Version abgerufen werden. Ebenso ist weiterhin der Hinweis gültig, dass für die Darstellung verschiedener Sonderzeichen bestimmte Zeichensätze notwendig sind, die möglicherweise nicht in jedem Fall auf den betrachtenden Rechnern vorinstalliert sind. Bei eventuell fehlerhafter Darstellung können im Internet verfügbare Fonts weiterhelfen. Wenn die in diesem Band enthaltenen Beiträge die Diskussion rund um Metapher und Metonymie Interesse erwecken und weiterführende Diskussionen in Gang setzen, wäre aus unserer Sicht viel erreicht. Dieses Urteil sei jedoch der kritischen Leserschaft überlassen, der wir neben anregender Lektüre abschließend frohe Festtage und einen gelungenen Start ins Neue Jahr wünschen. Bonn, im Dezember 2004 Hildegard Clarenz-Löhnert Martin Döring Klaus Gabriel Katrin Mutz Dietmar Osthus Claudia Polzin-Haumann Nikola Roßbach [PDF] |
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