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[PDF] Zufall oder System?Ein spekulativer Beitrag zur MetapherndiskussionJutta Muschard, Universität Hannover (j.muschard@t-online.de) Rainer Schulze, Universität Hannover (raischulze@gmx.de) AbstractIn this contribution an explanation is offered of the ways in which radical socio-cultural changes in the world around us and the increased re-emergence of figurative expressions and metaphors in particular interact. Starting from the assumption (and based on a sound philosophical background) that language (and discourse in particular) as a reflection of aspects of our life is not merely a self-contained system of symbols, but a mode of doing, being and becoming, the paper focuses on aspects of metaphorical language in academic discourse. Contemporary metaphorical discourse will be viewed as socially constituted and conditioned by an increasing recognition of the complexities of everyday life with the proviso that complex and confused pictures of reality can only be reconstructed on the basis of figurative language. Die Studie geht der Frage nach, ob es sich nur um einen Zufall handeln kann, dass Epochenumbrüche und deren konzeptuelle Veränderungen jeweils begleitet wurden von einem Paradigmenwechsel in der Philosophie einerseits und der Aufnahme bzw. Wiederbelebung des Diskussion der Metapher andererseits. Vielmehr scheint, dass der metaphorische Prozess als wichtige evolutionäre Fähigkeit des Geistes und als primäre Form der Sinnerschließung immer dann verstärkt in den Blickpunkt des wissenschaftlichen Interesses rückt, wenn die Zeit erfordert, den Horizont des Weltverständnisses zu ändern und zu erweitern. 1. EinleitungIn diesem Beitrag soll der Frage nachgegangen
werden, ob ein systematischer Zusammenhang festzustellen ist zwischen
Epochenumbrüchen und deren bedeutsamen sozio-kulturellen und/oder konzeptuellen
Veränderungen und einer aufkeimenden bzw. sich wieder belebenden Diskussion der
Metapher als nicht nur rhetorischen, sondern auch kognitiven Instruments oder
„primärer Form der Sinnerschließung“ (vgl. Villwock 1983:185). Der
metaphorische Prozess darf als wichtige evolutionäre Fähigkeit des Geistes
betrachtet werden und metaphorisches Bewusstsein ist von existentieller
Bedeutung: Metaphern strukturieren, was wir wahrnehmen, wie wir uns in der Welt
verhalten oder unsere Beziehungen gestalten. Das Denken in Metaphern verbindet
bildhaft-symbolische und kognitiv-sprachliche Prozesse und stellt somit eine
Integration von Kognition, emotionalen und bildlichen Dimensionen dar. Das
allerdings darf den Blick nicht verstellen für die janusköpfige Natur der
Metapher: sie kann nicht nur Perspektiven aufzeigen oder erhellen, sondern auch
ausblenden. Neben einem möglichen Zusammenhang zwischen
Epochenumbrüchen und der Diskussion der Metapher soll in diesem Beitrag auch
der geschichtsphilosophische Hintergrund berücksichtigt werden, vor dem
konzeptuelle Veränderungen stattfinden. Es geht in dieser Studie also nicht um die Frage,
welche Metaphern in welchen Epochen gebraucht worden sind. Es geht auch nicht um
den generellen Nachweis eines Zusammenhanges zwischen Metapher, Philosophie und
Wissenschaftsgeschichte. Dies ist an anderer Stelle bereits ausführlich getan
worden (vgl. z.B. Albus 2001, Blumenberg 1965, Danneberg 2002, Jäkel 2003,
Kittay 1987, Kuhn 1978). Vielmehr wollen wir der Vermutung Raum geben, dass es
durchaus möglich scheint, dass bedeutsame Veränderungen in wissenschaftlichen
und/oder sozio-kulturellen Auffassungen, wie sie weiter unten näher beschrieben
werden, nicht nur das vorherrschende Bild von der Welt verändern und sehr
wahrscheinlich auch in einem Wechselverhältnis zum philosophischen Denken
stehen, sondern dass sie auch neue Diskussionen über Metapherngebrauch und
insbesondere Metapherntheorien auslösen. Wenn wir davon ausgehen, dass
metaphorisches Denken in welterschließender Absicht gebraucht wird und nicht
nur rhetorischen, sondern auch und vor allem heuristischen, veranschaulichenden,
pädagogischen, kreativen und kommunikativen Zwecken dient, ist die Aufnahme
oder Wiederbelebung einer Metapherndiskussion in Epochenumbrüchen mehr als
plausibel. Vergleiche hierzu auch Albus (2001:287): „Vicos These, dass eine
Veränderung der Tropen einen geschichtlichen Umbruch einleitet, bestätigt sich
durch seinen eigenen veränderten Umgang mit Metaphern“. Anliegen dieses
Aufsatzes ist also, die gegenwärtige wie auch die historische Landschaft der
Metapherndiskussionen sozusagen aus der Vogelperspektive zu betrachten und
aufzuspüren, ob es möglicherweise eine Korrespondenz gibt zwischen
historischen Umbrüchen, philosophischem Denken und der Diskussion der Metapher.
Aufgrund der Komplexität dieses Themas kann diese Arbeit nur fragmentarisch
bleiben; auch ist eine trennscharfe Unterteilung historischer Epochen kaum
möglich, denn es ist, wie Jacob Burckhardt (1928:1-2) treffend bemerkt hat, „eine wesentliche Schwierigkeit der
Kulturgeschichte, dass sie ein großes, geistiges Kontinuum in einzelne,
scheinbar oft willkürliche Kategorien zerlegen muss, um es nur irgendwie zur
Darstellung zu bringen“. Unser Aufsatz kann also nur tentativen Charakter
haben und er wirft möglicherweise mehr Fragen auf als er beantworten kann.
Dennoch soll der Versuch einer Darstellung unternommen werden. Ausgangspunkt war
die Beobachtung, dass die Metapher in der sprachwissenschaftlichen Diskussion
(und nicht nur dort) im 20. Jahrhundert und insbesondere in den letzten zwei
Jahrzehnten zunehmend an Beachtung gewonnen hat. Dies schlägt sich nicht nur in
dem Projekt einer „Bibliography of Metaphor und Metonymy“ nieder,
herausgegeben von Dirven, Inchaurralde, Schulze, Nerlich und Todd. Die wachsende
Anzahl von Veröffentlichungen zur Metaphorik spricht für sich. Cacciari und
Glucksberg (1994:447) nennen für die Jahre bis 1970 insgesamt 3.000
veröffentlichte Titel zur Metapher in den Gebieten Philosophie, Sprach- und
Literaturwissenschaften, Semiotik, Psychologie und Psychoanalyse, Anthropologie,
Religionswissenschaften sowie Kognitionswissenschaften. Für den Zeitraum von
1970 bis 1985 werden 4.317 Titel genannt, also im Durchschnitt 288 Titel pro
Jahr, für die Jahre von 1985 bis 1990 dann 3.900 und somit durchschnittlich 780
Titel pro Jahr. Charbonnel und Kleiber (1999:4) sprechen von einer „bibliographie
surabondante“ zur Metapher und geben an, dass einzig die Beiträge zu Tempus
und Aspekt eine noch höhere Zahl an Veröffentlichungen erreicht hätten.
Debatin äußert sich in der Einleitung zu seiner sprachphilosophischen und
kommunikationstheoretischen Untersuchung zur "Rationalität der
Metapher" zur fast unübersehbaren Flut an metaphorologischen
Veröffentlichungen zum ausgehenden 20. Jahrhundert wie folgt: "Ende der siebziger Jahre wurde die Situation
mit der ironischen Bemerkung kommentiert, dass bei gleichbleibender
Wachstumsrate von Metapherntheorien die Anzahl der Metaphernforscher die der
Weltbevölkerung eines Tages überschreiten könnte" (Debatin 1995:1). Dies hat uns zu
folgenden Überlegungen veranlasst: Gibt es einen Grund dafür, dass gerade das
ausgehende 20. Jahrhundert mit dieser Vehemenz in die Metapherndiskussion und
-forschung eingestiegen ist? Gab es in der Vergangenheit ähnliche
Fokussierungen auf die Metaphorik? Und was sind bzw. waren die
Rahmenbedingungen? 2. Konzeptuelle Veränderungen bzw. „Wissenschaftliche Revolutionen“Zunächst soll definiert werden, was im Rahmen
dieser Arbeit unter sozio-kulturellen oder konzeptuellen Veränderungen zu
verstehen ist. Dies erfolgt exemplarisch am Beispiel der wissenschaftlichen
Revolutionen (WR) im Sinne Kuhns (1978) und der „kopernikanischen Wende“ und
ihren Implikationen, wie sie von Blumenberg (1965) dargestellt worden sind. Es
wird jedoch ausdrücklich darauf verwiesen, dass Weltbilder oder
Weltauffassungen nicht beschränkt sind auf das technisch-wissenschaftliche Bild
von der Welt und die philosophisch-religiösen Implikationen. Wie Goodman (1990)
aufgezeigt hat, kommt nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Kunst die
Rolle zu, aufgrund ihrer kognitiven Funktion „Welten“ zu erzeugen. Darauf
wird weiter unten noch eingegangen. Ganz generell lässt sich mit Kuhn (1978) sagen,
dass die Welt als Gegenstand des wissenschaftlichen Wissens eine
Erscheinungswelt ist. Eine wissenschaftliche Revolution ändert nicht die Welt,
sondern das Bild von der Welt in den Köpfen der Wissenschaftler. Distinktives
Merkmal der wissenschaftlichen Revolution im Vergleich zur „Normalwissenschaft“
oder „kumulativen Wissenschaft“ im Sinne Kuhns ist, dass erstere sich nicht
auf einem kumulativen Wissenszuwachs begründet. Sie entsteht vielmehr aufgrund
einer beobachteten Anomalie (Störung der Erwartung), die zu einer
wissenschaftlichen Krise führt, wenn das „traditionszerstörende Komplement“
der WR nicht kommensurabel mit dem etablierten Wissen ist, das auf bestimmten,
tradierten Paradigmata, d. h. wissenschaftlichen Meinungen, Werten, Methoden
bzw. expliziten Regeln beruht. Da diese tradierten Meinungen und Werte
miteinander vernetzt sind, muss zur Akzeptierung einer WR eine Modifikation der
Struktur des alten Wissens und seiner Paradigmata erfolgen. Max Planck (in
Guilini/Petruccione 2005) hat eine solche wissenschaftliche Krise wie folgt
kommentiert: „Es ist daher vorauszusehen, dass es im Laufe der
weiteren Entwicklung [scil. des Streits der Meinungen, ob die Materie
atomistisch oder kontinuierlich aufgebaut zu denken ist] zu einem Kampfe
zwischen diesen beiden Theorien kommen wird, der einer von ihnen das Leben
kostet“. Die wissenschaftliche Krise ist somit eine
notwendige Voraussetzung für das Auftauchen neuer Theorien und der Übergang
von einem Paradigma zu einem neuen ist die wissenschaftliche Revolution, die die
Wissenschaftler veranlasst, die Welt ihres Forschungsbereichs anders zu sehen.
Man kann somit sagen, dass „die Wissenschaftler nach einer Revolution mit
einer anderen Welt zu tun haben“ (Kuhn 1978:123) bzw. dass „Paradigmen neue
Tatsachen oder sogar neue Welten konstituieren“ (Mühlhölzer 1991:306). Kuhn
versucht mit seiner Theorie nicht nur, die Unhaltbarkeit der
Korrespondenz-Auffassung aufzuzeigen (vgl. Mühlhölzer 1991:305). Er wendet
sich gleichzeitig gegen eine ahistorische Betrachtungsweise wissenschaftlicher
Entwicklung und versucht vielmehr, diese in ihrer historischen Eigenart zu
verstehen. Besonders in seinem ersten Buch „The Copernican Revolution“
(1957) hat er das für diese Revolution „so charakteristische Zusammenspiel
von Astronomie, Physik, Philosophie und Religion“ (Mühlhölzer 1991:302)
verdeutlicht. 3. Die kopernikanische WendeBlumenberg (1965) arbeitet am Beispiel der „kopernikanischen
Wende“ den Einfluss einer wissenschaftlichen Revolution im Sinne Kuhns auf das
philosophisch-religiöse Denken heraus bzw. deren Wechselspiel. Er zeigt auf,
dass die scholastische Grundauffassung im Mittelalter eine Lösung
astronomischer Fragen im Sinne der kopernikanischen Revolution nicht zugelassen
hätte, wenn es nicht innerhalb dieser Grundauffassung bereits eine innere
Inkonsistenz gegeben hätte. Das aristotelische Weltschema erschien der
mittelalterlichen Hochscholastik zunächst als geeignet, ihrem Weltverständnis
rationalen Ausdruck zu geben. Dies scheiterte schließlich daran, dass die
Scholastiker eine Prämisse von Aristoteles nicht übernehmen konnten: die
Ewigkeit der Welt. Fragen wurden aufgeworfen, die auf dem Boden der
aristotelischen Philosophie weder beantwortet noch überhaupt ohne Gefährdung
des Ganzen gestellt werden konnten, die aber im Horizont des Mittelalters
einfach nicht mehr zu unterdrücken waren, wie die Fragen nach einem universalen
Weltsinn und der Stellung des Menschen im Weltganzen. Die durch italienische,
deutsche und französische Humanisten geförderte philologisch exakte Kenntnis
der Werke des Aristoteles machte es den Aristotelikern aber immer schwerer, an
der Vereinbarkeit der aristotelischen Philosophie mit dem Christentum
festzuhalten (vgl. auch Störig 1961:325). Diese Unvereinbarkeit trat namentlich
an der Frage der persönlichen Unsterblichkeit hervor. Blumenberg (1965:80-1)
zeigt auf, wie dieser Gegensatz von Aristotelismus und Humanismus den
Hintergrund bildet, vor dem Kopernikus arbeitete und der ihm aufgrund der
Widersprüche (oder Anomalien im Sinne Kuhns) erst den Spielraum für seine
Entdeckungen schuf. Die kopernikanische Wende ist aber nicht nur ein bedeutsamer
historischer Vorgang, sondern in den Augen Blumenbergs (1965:100) auch Metapher
geworden: die Umkonstruktion des Weltgebäudes, der Perspektivenwechsel von
einer geozentrischen zu einer heliozentrischen Auffassung, wurde zum Zeichen
für den Wandel des menschlichen Selbstverständnisses und für eine neue
Selbstlokalisation des Menschen im Ganzen der gegebenen Natur. Die
naturwissenschaftliche Entdeckung des Kopernikus ist also nicht als isolierter
historischer Vorgang zu betrachten, sondern als paradigmatischer Vorgang vor dem
Hintergrund des religiös-philosophichen Denkens der Scholastik. Sie ist
darüber hinaus auch nicht als Gestaltsprung zu verstehen, sondern als ein
zeitlich ausgedehnter Prozess (vgl. Hoyningen-Huene 1989:200). Das
Revolutionäre war zunächst unsichtbar. Manchmal bleibt eine wissenschaftliche
Revolution sogar unsichtbar für die Nachwelt, weil sie neue Lehrbücher
erfordert, die die Rolle der Revolution und möglicherweise sogar deren Existenz
verschleiern (vgl. Kuhn 1978:147-154). Naturwissenschaft und Theologie waren während der
Scholastik so eng miteinander verknüpft, dass es nach der als „kopernikanische
Wende“ bekannten wissenschaftlichen Revolution zu einer Verselbständigung der
Naturwissenschaft von der Theologie gekommen ist, die jedoch später wieder
hinterfragt worden ist. Klueting (2004:19) verweist auf den Anstoß zum neuen
Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie durch Carl Friedrich von
Weizsäckers „Die Tragweite der Wissenschaft“. Naturwissenschaft wird erneut
nicht mehr isoliert gedacht, sondern in den Bezugsrahmen von Theologie und
Philosophie gestellt (vgl. auch Zehnpfennig 1991). 4. Weisen der WelterzeugungEs existiert aber nicht nur der oben erwähnte
Zusammenhang zwischen Naturwissenschaft, Theologie und Philosophie. Mitgedacht
werden müssen auch Fragen der Ästhetik. Nach Goodmans Überzeugung können
kunsttheoretische Problemstellungen nicht unabhängig von
erkenntnistheoretischen Überlegungen entschieden werden aufgrund des
systematischen Charakters und der kognitiven Funktion der Kunst: „Der Unterschied zwischen Kunst und Wissenschaft
ist für G. (...) kein grundsätzlicher, sondern resultiert aus
verschiedenartigen Ausprägungen bestimmter Merkmale von Symbolen“ (Sturma
1991:195). Dabei spielt auch die Metapher, nach Goodman
(1997:74) eine „Affäre zwischen einem Prädikat mit Vergangenheit und einem
Gegenstand, der sich unter Protest hingibt“, eine Rolle. Aus dem Wesen der
Metapher, aus ihrer Fähigkeit zur suggestiven Anspielung, zur schwer fassbaren
Andeutung, zum unerschrockenen Überschreiten grundlegender Grenzen leiten sich
charakteristische Fähigkeiten des Ausdrucks her, die in Sprache und Kunst
gleichermaßen anzutreffen sind. Unter Verweis auf die Betonung jeweils des
repräsentativ Denotativen, des formal Exemplifikatorischen und des Expressiven
in Metapher und Kunst lädt Goodman ein zum Vergleich zwischen Debussys La Mer, Bachs Goldberg-Variationen und Ives´ Fourth Symphony oder zwischen einem
Aquarell von Dürer, einem Gemälde von Pollock und einer Lithographie von
Soulages (vgl. Goodmann 1997:95). Unterschiedliche Formen des Ausdrucks,
unterschiedliche Symbolsysteme schaffen aber auch (und hier besteht die
Verbindung zu Kuhns obigem Postulat, dass Wissenschaftler durch neue Paradigmata
neue Welten konstituieren können) unterschiedliche Welten oder Arten von Welten
in der Kunst. Nach Goodman (1990:24) „gehören ein Christus von Piero della Francesca und
einer von Rembrandt zu Welten, die in verschiedene Arten eingeteilt sind“. Der
eine gehört in die Welt der Renaissance, der andere in die Welt des Barock;
jeder verkörpert auf seine Weise die Art von Welt in der Kunst seiner Epoche.
In der Renaissance ist nach der Erfindung der Perspektive die Architektur des
Bildes von größter Bedeutung, während im Barock Licht und Schatten wichtige
Gestaltungsmerkmale sind; statt der Welt der Ruhe wird im Barock die Welt der
Bewegtheit des menschlichen Körpers das künstlerische Prinzip. Dennoch lassen
sich selbst scharf kontrastierende Welten relativieren: „(...) jede ist in einem gegebenen System richtig
– für eine gegebene Wissenschaft, einen bestimmten Künstler, einen
bestimmten Wahrnehmenden oder eine gegebene Situation“ (Goodmann 1990:15). Das
impliziert aber auch, dass viele verschiedene Welt-Versionen unabhängig
voneinander von Interesse und Wichtigkeit sind ohne eine Reduktion auf eine
einzige, grundlegende. Die Weisen der Welterzeugung, d.h. die Prozesse, die bei
der Welterzeugung eine Rolle spielen, stehen in einem Wechselspiel zueinander.
„Wir erzeugen nicht jedesmal eine neue Welt, wenn
wir die Dinge auf eine andere Weise zerlegen oder zusammensetzen; Welten können
sich jedoch darin unterscheiden, dass nicht alles, was zur einen gehört, auch zur
andern gehört“ (Goodman 1990:21). Goodman (1990:127) stellt die Forderung, dass die
Künste als Modi der Entdeckung, Erschaffung und Erweiterung des Wissens – im
umfassenden Sinne des Verstehensfortschritts – ebenso ernst genommen werden
wie die Wissenschaften und dass die Philosophie der Kunst mithin als
wesentlicher Bestandteil der Metaphysik und der Erkenntnistheorie betrachtet
werden sollte. Auch die Fiktion trifft auf wirkliche Welten zu, denn das bloß
Mögliche liegt innerhalb des ’Wirklichen’ und die sogenannten möglichen
Welten der Fiktion liegen innerhalb der wirklichen Welten (vgl. Goodman
1990:129-30). 5. Die Metapherndiskussion vor dem Hintergrund kontroverser SprachauffassungenMit den jeweiligen „Bildern von der Welt“
scheinen unterschiedliche Sprachauffassungen einher zu gehen, auf die hier nur
überschlägig verwiesen werden kann (z.B. auf Gardt 1999, Hüllen 2002, Law
2003, Lyons 1980). Nach Apel (1975) gibt es vier typische Ausprägungen des
Sprachdenkens: Nominalismus, mathesis
universalis, Logosmystik und Sprachhumanismus (für letzteren muss die stete
Vergegenwärtigung der drei übrigen Wege als gedankliche Folie vorausgesetzt
werden), die sich wiederum in zwei „Stränge“ gliedern, die in einem
Spannungsverhältnis zueinander stehen: im technisch-szientifischen Strang
erfolgt eine Verknüpfung von nominalistisch-empiristischer Sprachauffassung mit
der Zeichenkunst der mathesis universalis,
vertreten durch Bertrand Russell, den frühen Wittgenstein, den logischen
Empirismus und den linguistischen Strukturalismus; demgegenüber steht der
transzendental-hermeneutische Strang, dessen Traditionsvoraussetzungen
zurückgehen auf den Deutschen Idealismus, die Logosmystik und den
Sprachhumanismus, dessen Ursprung Apel (1975:6-7) jedoch schon im Trivium der septem arte liberales sieht, also in
Grammatik, Dialektik und Rhetorik. Vico, Hamann, Herder und W. v. Humboldt
werden dabei von Apel als sprachhumanistische Außenseiter der traditionellen
Philosophiegeschichte betrachtet. Obiger Gegensatz zog sich als
Universalienstreit zwischen Nominalismus und (Begriffs-)Realismus
(Konzeptualismus) durch die ganze scholastische Periode hindurch und lässt sich
bis in die Gegenwart verfolgen. Aus heutiger Sicht lässt er sich nach Apel
(1975:14) als Wurzelgrund der erkenntnistheoretischen Spannung zwischen exakter
(mathematischer) Naturwissenschaft und hermeneutischer (an die geschichtliche
Umgangssprache gebundener) Geisteswissenschaft betrachten. Zur Gegenwart
äußert sich Helbig (1990:58) zu Weisgerber, der zwei grundsätzlich
verschiedene Ansätze zur Sprachforschung annimmt: „(...) einerseits eine Sprachbetrachtung ´unter
Einschluß des Menschen` (d.h. auch geschichtlich und inhaltbezogen, [...]),
andererseits eine Sprachbetrachtung unter möglichst weitem Zurückdrängen des
Menschen (Sprache ´als Versuchsobjekt für strukturalistisch-formalisierende
Verfahrensweisen`)“. Es stehen sich somit zwei grundsätzliche
Sprachauffassungen gegenüber, die beide während des Übergangs vom Mittelalter
zur Neuzeit die Metapher als Theorie wie auch in ihrer Anwendung diskutierten.
Albus (2001) vertritt die These, dass der Metapherngebrauch Weltbilder
widerspiegelt, und untersucht das 18. Jahrhundert als Zeit des Umschwungs und
sich wandelnder Metapherntheorien. Dabei stellt sie die rationalistischen und
eher metaphernfeindlichen Metapherntheorien von Leibniz und Wolf denen von
Herder und besonders Vico gegenüber, der die Metapher zum Schlüssel des
Verständnisses der menschlichen Natur macht, zwei Theorien, in denen sich die
technisch-szientifische Auffassung und die transzendental-hermeneutische
gegenüber stehen, wobei letztere ohne erstere nicht denkbar ist: „Ohne Renato [Descartes] ist Giambattista [Vico]
überhaupt nicht zu verstehen. Renato ist der Gegner, mit dem sich Vico ein
Leben lang auseinandersetzt, aber damit eben auch der Ausgangspunkt seines
Denkens und der Hintergrund, vor dem sein Denken sich abzeichnet“ (Trabant
1994:13). 6. Tentative Korrelation von wissenschaftlichen Revolutionen bzw. sozio-kulturellen Veränderungen (nachstehend konzeptuelle Umbrüche genannt), Paradigmenwechseln in der Philosophie und der Diskussion von Metaphern bzw. –theorienWie eingangs bereits deutlich zum Ausdruck gebracht
worden ist, lässt sich eine trennscharfe Unterteilung einzelner Perioden nicht
vornehmen. Zudem ist, und auch das ist oben schon erwähnt worden, die Bedeutung
konzeptueller Umbrüche manchmal erst im nachhinein sichtbar. Die Übergänge
von einem wissenschaftlichen oder philosophischen Paradigma zum anderen sind in
aller Regel fließend. Kulturepochen breiten sich sukzessive aus, wie zum
Beispiel die den Beginn der Neuzeit markierende Renaissance, die in Italien mit
Vorläufern bereits im 14. Jahrhundert eingesetzt hat und dann bis zum Ende des
15. Jahrhunderts in ganz Europa ihren Einzug hielt. Dennoch lässt sich,
sozusagen aus der Vogelperspektive, mehr oder weniger folgendes Bild erkennen:
die bedeutsamsten konzeptuellen Umbrüche in der europäischen Geschichte,
soweit sie nachvollziehbar sind, dürften in der Antike, im Übergang vom
Mittelalter zur Neuzeit sowie in der Gegenwart zu finden sein. Vergleiche hierzu
auch Blumenberg, der sich in seinen geschichtsphilosophischen Analysen
insbesondere mit den Epochenumbrüchen befasst und „... versucht, die
Veränderungen des Weltverständnisses von der Antike zum Mittelalter und zur
Neuzeit zu fassen“ (Haefliger 1996:123). 6.1 AntikeFür die Antike ist dieser Epochenumbruch die „Achsenzeit
der Weltgeschichte“, wie Jaspers diese Epoche genannt hat: „[D]iese Achse der Weltgeschichte scheint nun
rund um 500 vor Christus zu liegen, in dem zwischen 800 und 200 stattfindenden
geistigen Prozess. Dort liegt der tiefste Einschnitt der Geschichte. Es entstand
der Mensch, mit dem wir heute leben. Diese Zeit sei in Kürze die ´Achsenzeit`
genannt“ (Jaspers 1949:19f.). Analog dazu stehen auch Störigs Auffassungen zur
„weltgeschichtlich entscheidenden Wendung in Griechenland“ (1961:140), der
geistige Umwälzungen von ähnlicher Tragweite in Indien und China zeitlich
entsprechen: „Die Tatsache, daß an verschiedenen Stellen des
Erdballs, in zahlreichen gegeneinander so gut wie abgeschlossenen Kulturkreisen,
zur gleichen Zeit der Menschengeist einen gewaltigen Schritt vorwärts tat
[...], ist für uns ebenso erstaunlich wie unerklärlich. Es sträubt sich etwas
in uns dagegen, [...] von bloßem ’Zufall’ zu sprechen“ (1961:140). Fett sieht einen Zusammenhang zwischen der zu
dieser Zeit in Griechenland aufkommenden Verkehrsökonomie und dem Entstehen
philosophischen Denkens: „Die ersten Philosophen werden in der
Philosophiegeschichtsschreibung seit Tennemann und Hegel als Denker dargestellt,
die vom Milieu des aufblühenden (Fern-)Handels ihrer Zeit in besonderer Weise
gefördert und inspiriert wurden.[...] Der Zusammenhang von Handelswesen und
geistiger Beweglichkeit der beginnenden Philosophie wird in neueren Werken zur
Philosophiegeschichte fortgeschrieben“ (2000:289f.). Es wird also ein Zusammenhang hergestellt zwischen
konzeptuellen Umbrüchen, nämlich dem Entstehen einer Verkehrsökonomie
einschließlich Geldwirtschaft anstelle des Tauschhandels, und dem Beginn
philosophischen Denkens in Form der Vorsokratik und der Ontologie. In diese Zeit
fällt auch die erste systematische Erörterung der Metapher, insbesondere durch
Aristoteles, aber auch Platon (vgl. z.B. Haefliger 1996). Die Ontologie, die
Fragestellung nach dem „Sein des Seienden“, beherrscht die Antike und das
ganze Mittelalter bis zum Beginn der Neuzeit (vgl. auch Law 2003). 6.2 Übergang vom Mittelalter zur NeuzeitMit dem Beginn der Neuzeit stellte sich die Frage
nach den Bedingungen der Erkenntnis; in der Philosophie erfolgte ein
Paradigmenwechsel von der Ontologie zur Bewusstseinsphilosophie, insbesondere
vertreten durch den Rationalismus und den Empirismus. Dieser Paradigmenwechsel
ist zu sehen vor dem Hintergrund technischer Erfindungen und Entdeckungsreisen,
also vor einem den Horizont radikal erweiternden Epochenumbruch, für den die
„kopernikanische Wende“ oben exemplarisch dargestellt worden ist. Diese „wissenschaftlichen Revolutionen der Frühen
Neuzeit setzten (...) mathematisch-naturwissenschaftliche Erkenntnisleistungen
frei, und die Aufklärung ermöglichte im 18. Jahrhundert in der Tat vielen
Menschen den Ausgang aus einer selbst verschuldeten Unmündigkeit“ (Bruch
2000:22). Und wiederum wird die Metapher verstärkt
diskutiert, wenngleich sehr kontrovers. Auch hierauf ist oben bereits
eingegangen worden (vgl. auch Albus 2001, Jäkel 2003, Haefliger 1996, Hüllen
1989 und 2002). 6.3 GegenwartDie dritte der wesentlichen Etappen in der
abendländischen Philosophie ist die Wende zur Sprachphilosophie (vgl. Tugendhat
in Mauersberg 2004:14). Die Wissenschaftsphilosophie ist sich erneut der
Tatsache bewusst geworden, dass „zwischen die Fakten und den Wissenschaftler die
Wörter treten, vor allem die in ihnen sedimentierten Semantiken, und somit die
präzise und ´objektive` wissenschaftliche Bezeichnung der Wahrheit stören“
(Trabant 2005:IX) und macht im ’linguistic turn’ die Sprache
selbst zum Gegenstand der philosophischen Untersuchungen des 20. Jahrhunderts.
Dieses Jahrhundert ist gekennzeichnet durch eine explosionsartige Vermehrung des
Wissens in Technik und Naturwissenschaft. Ein Auflistung aller konzeptuellen
Veränderungen und Neuerungen an dieser Stelle würde zu weit führen.
Exemplarisch erwähnt werden sollen die neuen elektronischen
Kommunikationsmöglichkeiten, die nicht nur das Ende der
mechanisch-funktionierenden Industriegesellschaft und deren Umbau in eine
dienstleistungsorientierte markieren, sondern die auch Zeit und Raum in der
Kommunikation auf ein schieres Nichts zusammenschmelzen lassen. Die
Informations- und Datenverarbeitung ist (neben Lesen, Schreiben, Rechnen) zur
vierten Kulturtechnik geworden und muss als konstituierendes Element der
Informationsgesellschaft betrachtet werden (vgl. Wolf 1994:15-6). Wieder stellt
sich aus unterschiedlichen Gründen die Frage nach Raum und Zeit, die schon zu
Beginn der modernen Naturwissenschaft im 16. Jahrhundert die Philosophie
bewegte: „Eine ähnlich lebhafte philosophische Welle der
Raum- und Zeitproblematik [wie im 16. Jahrhundert] ergibt sich erst wieder im
20. Jahrhundert als Folge der zu Beginn unseres Jahrhunderts mit den
Relativitätstheorien einsetzenden theoretisch-naturwissenschaftlichen
Fortschritte“ (Wendorf 1980:230f.). Die konzeptuellen Umbrüche dieses Jahrhunderts
beschränken sich aber nicht nur auf Technik und Naturwissenschaft, sondern
umfassen das „Leben als Abenteuer des Verstehens“ in seinem ganzen Umfang.
Scheint es nicht berechtigt, vor diesem Hintergrund von einer „kopernikanischen
Wende alter Weltordnungen“ zu sprechen, von einer bedrohlichen Reise ins
Ungewisse in Zeiten von Globalisierung, Klimakatastrophen, Gentechnologie? Neue
komplexe Entwicklungen lassen sich nicht mehr nur kausal oder
mechanisch-rational bewältigen. Faktenwissen allein zählt nicht mehr; verlangt
werden, um sich in der neuen Welt zurecht zu finden, verbesserte Abstraktions-
und Symbolfähigkeit, Perspektivenvielfalt, das Denken in Szenarien, aber auch
emotionale Qualitäten, verlangt werden also Qualitäten, die auf metaphorischem
Denken beruhen und sich in der Sprache, diesem einzigartigen und nicht
wiederholbaren Experiment der Evolution, äußern. Das 20. Jahrhundert ist eine
Epoche gravierender Veränderungen in allen Lebensbereichen des Menschen. Und
wieder ist die Metapher in den Mittelpunkt wissenschaftlichen Interesses
gerückt. Dies belegen die eingangs erwähnten Zahlen mit Nachdruck. Eingeräumt
werden muss allerdings, dass metaphorische Sprache und Sprachgebrauch bereits in
der Romantik aufgegriffen worden sind, dass die Metapher in den Texten der
philosophischen Klassiker des 20. Jahrhunderts eine zunehmende Rolle spielte und
dass schon mit der Jahrhundertwende ein Wechsel stattfand vom
rezeptionsästhetischen Ansatz zu einer Diskussion der Rolle der Metapher in der
Kognition, die – dies belegen die eingangs genannten Zahlen eindeutig - noch
nicht abgeschlossen ist (vgl. auch Frieling 1996:23). 7. Zusammenfassung oder: Was ist die eigene neue Fragestellung?Außer Frage steht der Zusammenhang zwischen
Metapher, Wissenschaftsgeschichte und Philosophie. Neu jedoch ist die
Überlegung, ob es eine regelhafte, systematische Koinzidenz gibt zwischen
Epochenumbrüchen mit ihren neuen Weltbildern, verändertem philosophischem
Denken und der Diskussion der Metapher. Besteht nur Kontingenz zwischen den
Beobachtungen, dass gravierende konzeptuelle Veränderungen wie der aufblühende
Fernhandel in der Antike, das neue Weltbild beim Übergang vom Mittelalter zur
Neuzeit und die gegenwärtige explosionsartige Vermehrung von technischem Wissen
und technischen Möglichkeiten jeweils begleitet wurden von einem
Paradigmenwechsel in der Philosophie und dass diese Umbrüche zudem korreliert
werden können mit der Aufnahme der Erörterung der Metapher in der Antike,
besonders durch Aristoteles, mit der Wiederaufnahme der Metapherndiskussion im
Spannungsfeld zwischen mathematisch-szientifischen und
transzendental-hermeneutischen Sprachauffassungen im 18. Jahrhundert und mit dem
„Metaphernboom“ des ausgehenden 20. Jahrhunderts oder lässt sich von
Regelhaftigkeit sprechen? Berechtigt scheint uns zu fragen: Zufall oder System? LiteraturlisteAlbus, Vanessa (2001): Weltbild und Metapher. Untersuchungen zur
Philosophie im 18. Jahrhundert, Würzburg. Apel, Karl-Otto (1975): Die Idee der Sprache in der Tradition des
Humanismus von Dante bis Vico, Bonn. Blumenberg, Hans (1965): Die kopernikanische Wende, Frankfurt/M. Bödeker, Hans-Erich (ed..) (2002): Begriffsgeschichte,
Diskursgeschichte, Metapherngeschichte, Göttingen. Bruch, Rüdiger vom (2000): „Wozu überhaupt Wissenschaftsgeschichte?“
in: Forum Humanwissenschaften, Frankfurter Rundschau, 16.5. 2000:22. Burckhardt, Jacob (1928): Die Kultur der Renaissance in Italien,
Berlin. Cacciari, Cristina/Glucksberg, Sam (1994): „Understanding Figurative
Language“, in: Gernsbacher (ed.), 447-477. Charbonnel, Nanine/Kleiber, Georges (1999): La métaphore entre
philosophie et rhétorique, Strasbourg. Danesi, Marcel (1993): Vico, Metaphor and the Origin of Language,
Bloomington. Danneberg, Lutz (2002): „Sinn und Unsinn einer Metapherngeschichte“, in:
Bödeker (ed.), 259-421. Debatin, Bernhard (1994): Die Rationalität der Metapher: eine
sprachphilosophische und kommunikationstheoretische Untersuchung, Berlin/New
York. Fett, Othmar Franz (1999): Philosophieentstehung und Verkehrsökonomie in
der griechischen Achsenzeit. Ein Beitrag zur Genealogie des eurogenen
Naturverhältnisses. = Fett, Othmar Franz (2000): Der undenkbare Dritte.
Vorsokratische Anfänge des eurogenen Naturverhältnisses, Tübingen. Frieling, Gudrun (1996): Untersuchungen zur Theorie der Metapher,
Osnabrück. Gardt, Andreas (1999): Geschichte der Sprachwissenschaft in Deutschland
vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, Berlin/New York. Gernsbacher, Morton Ann (ed.) (1994): Handbook of psycholinguistics,
San Diego. Goodman, Nelson (1990): Weisen der Welterzeugung, Frankfurt/M. Goodman, Nelson (1997): Sprachen der Kunst. Entwurf einer Symboltheorie,
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